Affenpinscher:

 

Der Affenpinscher gehört ebenfalls zur Gruppe der Schnauzer-Pinscher Rassen. Er hat sich aus den kleinsten Exemplaren mit seidigem Fell, früher auch Seidenpinscher genannt, herausentwickelt. Er ist ebenfalls das Exemplar einer sehr alten Hunderasse, der schon von Albrecht Dürer sehr oft portraitiert wurde. Er ist der kleinste Vertreter der Rassegruppe, aber trotz seiner Größe von ca. 25 - 30 cm darf man ihn nicht unterschätzen. Der Affenpinscher zeichnet sich trotzdem aus durch seine grosse Persönlichkeit, mit einem aufgeweckten Temperament, seinem leidenschaftlichen Mut und seinem schalkhaften Wesen.

 

Während Affenpinscher ursprünglich, wie Ihre Geschwister Schnauzer und Pinscher, vor allem als „Rattler“ gehalten wurden, die Ratten und Mäuse von Haus und Hof fernhielten, schätzte man bald auch ihre treue Verbundenheit gegenüber der Familie, die sie – gepaart mit ihrem Mut und ihrer Wachsamkeit – auch zu zuverlässigen Wachhunden machte.

 

Während es den charakteristischen Affenpinscher früher in vielen Farben und Schattierungen gab, die von Gelb über Rot, Grau und Blau reichten, wird er heute nur noch in schwarz mit schwarzer Unterwolle gezüchtet. Das schwarze Haar ist ebenfalls von harter Textur und bildet am Kopf einen vollen Bart und stachelige Schopf- und Backenbehaarung. Diese Kopfbehaarung, gemeinsam mit dem typischen Vorbiss dieser Rasse, hat ihm auch den heutigen Namen eingebracht, weil der Affenpinscher an ein kleines Äffchen erinnert.

 

Der lebhafte, quirlige Affenpinscher freut sich über jede Form der Abwechslung und ist beim Spazierengehen oder Spielen mit großer Ausdauer und Begeisterung dabei. Er verträgt sich gut mit anderen Hunden und liebt Kindern, die mit ihm spielen.

Der Affenpinscher besitzt aber auch seinen eigenen Kopf und kann zuweilen durchaus frech oder stur sein, wenn etwas mal nicht nach seinem Sinne ist. Doch verzeiht man diesem im Grunde genommen freundlichen Charakter seine Launen sehr schnell. Schließlich ist er auch seinerseits nicht nachtragend und lässt sich mit einem kleinen Spielchen leicht ablenken. Dank seiner hohen Intelligenz besitzt er eine schnelle Auffassungsgabe und versteht, was von ihm verlangt wird. So ist er trotz seines gewissen Eigensinns ein sehr anpassungsfähiger und unkomplizierter Hund, der sich überall gut zurechtfindet.

Seinem Menschen steht er jederzeit treu zur Seite und erweist sich als sehr verschmuster und anhänglicher Partner. Seine Aufgabe als „Wächter der Familie“ erfüllt er mit großem Ernst und unerschrockenem Mut. Aufgrund seiner menschenbezogenen, freundlichen Art und seinem anpassungsfähigen und anhänglichen Charakter gilt der Affenpinscher auch als leicht erziehbar. Aber auch hier ist, wie bei seinen anderen Schnauzer-Pinscher Brüdern, Liebe und Konsequenz die beste Erziehungsmethode

 

 

 

 

Geschichte:

Die Gruppe der Schnauzer und Pinscher ist eine Gruppe sehr alter Hunderassen. Die Hunde wurden im Stall und auf Höfen gehalten weil sie gute Wächter sind und auch sehr gut gegen Raubzeug (Ratten und Mäuse) eingesetzt werden konnten. Daher auch oft der Spitzname „Rattler“. Lange Zeit wurden alle Rassen gemeinsam gezüchtet. Man sprach dann von rauhaarigen oder glatthaarigen Pinschern bzw. Seidenpinschern. Seit dem späten 19. JH sind die Rassen getrennt und werden als Schnauzer, Pinscher und Affenpinscher in verschiedenen Grössen und Farben gezüchtet.

Die Urform des Schnauzers ist der Standard/Mittel Schnauzer mit etwa 50 cm Schulterhöhe und seiner charakteristischen pfeffer-salz Farbe mit dem typischen „gebänderten“ (gestreiften) Haar.

Durch die Selektion kleiner Exemplare wurde aus dem Standard Schnauzer der Zwergschnauzer gezüchtet, den es jetzt in den Farben pfeffer-salz, schwarz, schwarz-silber und weiss gibt.

Unser jüngstes Exemplar ist der Riesenschnauzer, der gezüchtet wurde um zu bewachen, zu beschützen und zu begleiten. Riesenschnauzer wurden auch im Krieg, auf dem Schlachtfeld eingesetzt und sind nach wie vor gerne im Polizeidienst oder beim Zoll gesehen.

Die glatthaarigen Hunde sind heute die Pinscher, die es in den Farben rot und schwarz-rot gibt. Auch sie werden in 2 Grössen gezüchtet, nämlich als Zwergpinscher und als den grösseren Deutschen Pinscher.

Der kleinste Hund der Gruppe ist der Affenpinscher, der sich aus dem Seidenpinscher entwickelt hat. Ebenfalls eine sehr alte Rasse, die schon von Albrecht Dürer gerne portraitiert wurde, man vermutet daher, dass Albrecht Dürer selbst Affenpinscher besessen hat. Der Name der Rasse kommt vermutlich von dem Gesichtsausdruck der die Hunde, mit ihren struppigen, abstehenden Haaren am Kopf, an ein Äffchen erinnern lässt.

Die rauhaarigen Rassen müssen getrimmt werden. Das heisst nicht, dass man ihnen ihre Haare ausreisst, sondern, dass das stumpfe, tote Haar ausgezupft wird, um den Haarwechsel durchzuführen. Trimmen ist wichtig für den Schnauzer um die Haut zu belüften und gesund zu erhalten. Das Haar nur zu Scheren ist dafür keine geeignete Methode. Schnauzer haben keinen natürlichen Haarwechsel, weshalb sie nicht haaren und daher auch für Allergiker gut geeignet sind.

Schnauzer und Pinscher sind sowohl begehrte Familien- und Begleithunde, weil sie sehr anhänglich und kinderfreundlich sind, als auch begehrte Sporthundeund sehr intelligent und wachsam sind.

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